Porsche Fuhrmann-Motor

Vom Österreicher Dr. Ernst Fuhrmann bei Porsche für den Motorsport entwickelt und patentiert.

Konstruktives Konzept

Ausgangspunkt war der Typ 547, der 1953 erstmals auf dem Prüfstand lief. Charakteristisch waren vier obenliegende Nockenwellen, die über Königswellen und Kegelräder angetrieben wurden, sowie Doppelzündung und Trockensumpfschmierung. Aus diesem Grundkonzept entstanden später weitere Entwicklungsstufen, darunter die Typen 692 und 587.

Die verschiedenen Ausführungen kamen unter anderem im Porsche 550 Spyder, in den Carrera-Versionen des Porsche 356 sowie in späteren Rennsportmodellen zum Einsatz. Sie gehörten zu den technisch anspruchsvollsten Porsche-Motoren ihrer Zeit und waren wesentlich für die frühen Motorsporterfolge der Marke.

Dargestellt ist hier im folgenden der Typ 547/1 – erkennbar u.a. an der Anordnung der Zündverteiler

1: Kompletter Motor Typ 547
Je nach Ausführung leistete der 1,5-Liter-Typ 547 etwa 100 bis 110 PS; im Porsche 356 A 1500 GS Carrera betrug die Leistung 100 PS, in der Rennsportausführung des 550 Spyder rund 110 PS.

2: Kurbelgehäuse
Horizontal geteiltes Kurbelgehäuse mit geschmiedeter Kurbelwelle und Schwungrad.

3: Kolben und Nockenwellenantrieb
Vier obenliegende Nockenwellen, angetrieben über Königswellen und Kegelräder.

5: Kühlsystem
Luftkühlung mit mechanisch angetriebenem Axialgebläse.

6: Ansaugsystem
Solex-40-PII-Vergaser, Gleichstrom-Lichtmaschine.

7: Zünd- und Abgasanlage
Doppelzündung mit Sebring-Rennauspuffanlage.

Aktueller Wert: ca. 200.000 €